Keine Zeit, busy, busy, aber das Rezept für die Salsicce-Bolognese des Besten aller Gatten muss trotzdem vermerkt werden: Die samstäglichen Gäste waren nämlich sehr zufrieden. Legen wir los und nehmen für vier ordentliche Portionen sechs Salsicce. Die unsrigen hat der werte Herr Nachbar aus dem Abruzzinischen mitgebracht, frisch vom örtlichen Metzger. Hinzu kommen Zwiebeln, 2,3 Knoblauchzehen, 2 Fleischtomaten, 2 Möhren, 1,2 Selleriestangen, frische Kräuter wie Selleriekraut, Rosmarin, Thymian und Oregano sowie auch Oregano in getrockneter Form, der geschmacklich intensiver als der frische ist. Eine Chilischote (wer’s pikanter mag, kann ruhig 2 oder 3 nehmen), frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und Meersalz, 2 Lorbeerblätter (frische oder getrocknete), 1 kleine Dose Tomatenmark, 1 Portion Passato Tomato (Packerl oder Flasche, 600-700 g) sowie Olivenöl, Rotwein und ein bisserl Zucker zum Abrunden. Tipp: Am Olivenöl dürfen Sie bei diesem Gericht sparen, denn die Würste sind ordentlich fett!

Zuerst häuten wir die Würste und braten diese dann im Öl mit den feingeschnittenen Zwiebelchen (Schalotten oder normale), dem Knoblauch (es geht auch ohne, wir mussten am Samstag darauf verzichten, da wir veritable Knoblauchgegner zu Gast hatten, leider!), den Lorbeerblättern, Kräutern und der Chilischote sanft an. Dabei zerhäckseln wir die Würste mit einem Pfannenwender möglichst fein, denn wir wollen keine großen Bollen im Sugo haben. Das Salsicce-Brät soll – ähnlich wie bei einer Bolognese-Sauce, fein zerteilt sein. Dieser Vorgang dauert so um die 5-10 Minuten, anschließend mit Rotwein ablöschen (ein guter Schuß), dann die fein geschnittenen Gemüse und kurz später die ebenfalls feingeschnippelten Tomaten hineingeben, durchrühren, salzen und pfeffern, Passato Tomato drauf, ordentlich umrühren, Tomatenmark dazu, weiterrühren.








Jetzt muss der Salsicce-Sugo köcheln. Geben Sie ihm mindestens vier Stunden auf kleinster Flamme. Immer mal wieder umrühren und abschmecken, eventuell noch ein bisschen nachsalzen und pfeffern – ganz nach Geschmack, zum Schluß eine gute Prise Zucker hinzu tun, umrühren und fertig.

Dazu gab’s bei uns Spaghetti und frisch geriebenen Parmesan.
